Schön ist eine Trennung wohl nie, aber am erträglichsten ist sie, wenn sich beide Seiten im Einvernehmen dafür entscheiden. Das dem nicht immer so ist, können wir wohl alle bestätigen und wir alle kennen den Schmerz, den wir empfinden, wenn wir verlassen werden. Liebeskummer ist eine Ganzkörperangelegenheit, bei der nicht nur das Herz leidet, sondern auch das Hirn verrückt spielt. So verwundert es nicht, dass Liebeskranke oft zu nichts mehr fähig sind und sich zu Hause einmauern. Zwar gehen Männer und Frauen unterschiedlich mit dem Verlust um, eines bleibt ihnen jedoch gemein: das Leiden. Eine Trennung ist, wie schon gesagt, nie eine schöne Erfahrung. Die Erinnerung an eine tolle gemeinsame Zeit, das Teilen gemeinsamer, schöner Erinnerungen und das Erleben vieler angenehmer Gefühle fällt nun schlagartig weg. Es ist für viele Betroffene schwierig zu akzeptieren, dass nun alles anders sein soll.

Liebeskummer ist hierbei keinesfalls ein Problem, das nur Teenies betrifft. Ob alt oder jung, dick oder dünn, arm oder reich, wir alle können unter Trennungsschmerz leiden.

Doch finden wir Liebeskummer nicht zwangsweise immer nur nach einer Trennung. Auch in einer noch bestehenden Partnerschaft, kann es zu Liebeskummer kommen. Wenn sie sich zum Beispiel von ihrem Partner vernachlässigt fühlen, wenn die Aufregung und Abwechslung langsam verschwindet, wenn kaum noch Zeit für gemeinsame Aktivitäten ist, wenn das Vertrauen in den Partner abnimmt oder wenn sie den Verdacht haben, ihr Partner ist ihnen nicht treu.

Im Bezug auf Liebeskummer gibt es zahlreiche Spezialisten, die einem mit Rat und Tat zur Seite stehen. In besonders schwerwiegenden Fällen scheint es oft notwendig professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen. Psychologen können in besonders schlimmen und tragischen Fällen eine wichtige emotionale Stütze bieten. Auch das Einschalten einer Detektei, um ein mögliches Fremdgehen des Partners aufzudecken, kann Menschen die benötigte Gewissheit liefern, um die richtige Entscheidung zu treffen. Denn umso klarer die Fakten für eine Trennung sprechen, umso leichter ist sie zu verarbeiten. Eine Trennung ist zwar nie schön, aber eben manchmal unvermeidbar.

Für viele Betroffenen ist das Wichtigste, nach einer Trennung nicht alleine zu sein. Freunde und Verwandte bilden somit eine wichtige Stütze, um die entstandene Leere zeitweise zu füllen. Helfen sie sich und anderen den Liebeskummer zu überwinden. Senden sie eine Email, ihre Erfahrungen werden anonymisiert online gestellt und sollen anderen Betroffenen und natürlich ihnen helfen.

Auch wenn es schwer fällt, sollten wir uns, um unseren Liebeskummer zu überwinden, die so häufig vorgetragenen Ratschläge von besorgten Angehörigen und Freunden ruhig mal zu Herzen nehmen. Ein Treffen mit Freunden kann sie zumindest zeitweise aus ihrer Melancholie befreien. Setzen sie sich mit ihrem Liebeskummer auseinander. Viele schwören auf Sport, da beispielsweise beim Ausdauersport Glückshormone freigesetzt werden, die uns euphorisieren und wenigstens kurzfristig aus den Fängen des Kummers befreien. Wir sind hierdurch in der Lage klarer zu denken und positiver in die Zukunft zu blicken. Vielleicht bietet die Trennung ja auch Chancen, Neues zu erleben. Fahren sie doch beispielsweise mal in den Urlaub, lernen sie neue Leute kennen und tun sie die Sachen, von denen sie ihr Partner immer abgehalten hat. So albern und abwegig es für viele Betroffenen auch klingen mag, aber auch der Liebeskummer geht einmal vorbei und der Spruch „Die Zeit heilt alle Wunden“ erfüllt sich, wenn auch unterschiedlich schnell, doch für die meisten von uns.